
Hier eine Ansicht von außen in einen der Salonräume von der Wittekindstrasse aus. Aber das gibts bei Gelegenheit auch noch mal besser von der Luxemburger Strasse.
In den Fenstern liegen weiße Kissen. Die sonstige Innengestaltung ist karg modern. Große, schwere Spiegel mit breiten Rahmen, die Wände und die Fußböden sind lediglich verputzt, dazu exklusivste Designerstühle in sehr klassischem Design. Der Kaffee aus iirc einem Saecovollautomat ist gut und mit aufgeschäumter Milch cappuccinoartig mit Kakaobestreuung, wenngleich nicht mit einer italienischen Kaffeesorte bestückt, also ohne diesen typischen Arabicageschmack.
Etwas unbequem die zu kleinen Ablagen vor den Spiegeln, die so zu wenig an die Stühle heranreichen und eher kleinformatige Magazine während der Sitzungen empfehlen. ZEIT und Süddeutsche muß ich künftig woanders lesen. ;-)
Der Foen wird Gott sei dank hauptsächlich verwendet, um die Stühle nach dem Schneiden von Haaren zu befreien und auf Kölner Internetseiten wimmelt es nur so von Empfehlungen für diesen Laden, vor allem, wenns mal etwas schräger für eine studentische Halloweenparty sein soll.
Mir ist jedenfalls ein Friseurwechsel noch niemals auf Anhieb so gelungen, denn es gab ja gute Gründe, wieso ich meinem alten Wiesbadener noch über 6 Jahre nach Wegzug treu blieb. Vanity Hair hingegen war mir schon lange aufgefallen, zumal "Vanity Fair" einer meiner liebsten Thackerayromane ist. Allerdings hatte ich Bedenken, ob jemand, der sich so einen Namen für seinen Laden ausdenkt, im übrigen von einer amerikanischen Zeitschrift gleichen Namens entlehnt auch, denn mit der Schere umgehen kann. Nichts desto trotz ist Vanity Hair zumindest im Kölner Raum einer der ersten, wenn nicht gar der erste wortspielartig benannte Friseursalon. Zwischenzeitlich bekomme ich ehrlich gesagt fast Schreikrämpfe, wenn ich wieder einen neuen mit dieser Art Namensgebung entdecke. KreHaartiv, Kopfsalat, Haarmonie. *aaaaaaaah*
Zur Beschallung, wenns denn überhaupt sein muß, doch Peter beschallt zuweilen, würde ich mir noch Opernmusik wünschen. Das wär denn absolut perfekt, wenngleich sicher nicht jedermanns Geschmack. ;-) Mozart - Figaro natürlich des öfteren, aber auch Donizetti und auch gern Verdi, wenngleich letzteren nicht in diesen Monumentalchordingern wie Aida, sondern eher sone Traviata.